Konzept

Die Eltern haben zusammen mit den Erzieherinnen Werte, Inhalte und Ziele des Zusammenseins im Kindergarten erarbeitet. Die besonderen Anliegen der Freien Kindergruppe bei der Gestaltung des Gruppenlebens können nur gelingen, wenn untereinander Offenheit herrscht, die Kontakte zwischen den Kindern gefördert werden und ein aktives Interesse am Gruppengeschehen gezeigt wird.

Selbst- und Mitbestimmung der Kinder innerhalb der Grenzen einer Gruppe, sowie intensives und individuelles Eingehen auf deren Bedürfnisse stehen bei uns im Mittelpunkt.

               

Wert- und Zielvorstellungen in unserer Kindergruppe

Was uns wichtig ist
  • Erfassen und Fördern der individuellen Persönlichkeit der Kinder
  • kreatives Spielen und Handeln
  • einfühlsamer Umgang miteinander
  • Achtung vor Mensch und Natur
  • weitgehende Mitgestaltung und Mitsprache der Kinder
  • regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen
  • integrative Arbeit im Kindergarten (langjährige (seit 1985) positive Erfahrung mit Integration)
  • Vermittlung von religiösen Werten (konfessionsübergreifend)
  • situativer Ansatz im Kindergartenalltag

Für unsere Kinder wollen wir:

In unserem Kindergarten sollen die Kinder in erster Linie Spaß und Freude haben, Sicherheit und Geborgenheit erleben und sich als Gruppe erfahren können. Wir Erwachsenen wollen einen freundschaftlichen Umgang mit den Kindern pflegen, der geprägt ist von der Achtung des Kindes als Persönlichkeit und durch die Annahme seiner Individualität.

Dazu gehört auch:
  • das Recht des Kindes, seine Gefühle zu äußern, ohne bewertet zu werden
  • Klarheit im Umgang mit den Kindern
  • Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit seitens der Erwachsenen
  • weitgehende Mitbestimmung der Kinder im Rahmen des Gruppengeschehens
  • wo immer dies möglich ist Strafen, Zwang und Druck vermeiden
  • Hilfestellung für das Kind, seine Gefühle, Gedanken und Erwartungen klar wahrzunehmen und damit äußern zu können
  • Hilfe bei der Austragung von Konflikten
  • Hilfe zur Selbständigkeit
Dabei müssen die altersabhängigen und individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Wir wollen unser Verhalten stetig überprüfen und hinterfragen, insbesondere durch das Gespräch miteinander.

In diesem Sinne begleiten die Erzieher den ständigen Entwicklungs- und Wachstumsprozess des Kindes, unterstützen und fördern:
  • die freie Entfaltung der Persönlichkeit
  • Selbstvertrauen und Selbständigkeit
  • Entwicklung des Gefühlslebens
  • Kreativität und Aktivität
  • Realitätssinn und Kritikfähigkeit
  • Sozialverhalten und Konfliktfähigkeit
  • Gemeinschafts- und Wir-Gefühl
  • Entwicklung des Denkens, musischer, handwerklicher und körperlicher Fähigkeiten.
Dabei sollen die Kinder nicht zum Lernen gezwungen werden, sie dürfen aber auch nicht am Lernen gehindert werden.

Wir wollen versuchen eine anregende Umgebung, die den kindlichen Bedürfnissen entspricht, zur Verfügung zu stellen:
  • harmonische und übersichtliche Raumgestaltung
  • ein vielfältiges Angebot an Spiel-, Aktions- und Bastelmaterial
  • Ausgewogenheit zwischen Freispiel und vielfältigen Angeboten
  • Möglichkeit zum Lärmen und Toben
  • Möglichkeit zum Rückzug
  • Kontakt mit unterschiedlichen Kindern und Erwachsenen.
Die individuelle Entwicklung, die Interessen und das selbstbestimmte und selbsttätige Lernen des Kindes können so optimal ermöglicht und angeregt werden - wobei jedoch beobachtet werden muss, wo wirkliche Hilfe gebraucht wird.

Für die Erwachsenen wollen wir:

Die Zusammenarbeit und der enge Kontakt zwischen Eltern und Erzieherinnen nimmt einen breiten Raum ein. Unsere Vorstellungen über den Umgang mit Kindern wollen wir gemeinsam erarbeiten und überprüfen:
  • im Zusammenleben mit unseren Kindern
  • im Nachdenken über Erziehung anhand von Theorie und Praxis
  • im Gespräch miteinander.
Offenheit und gegenseitiges Vertrauen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Ebenso ist die Möglichkeit zur Einsicht in den täglichen Ablauf der Kindergruppe ein wesentliches Element dieser Zusammenarbeit.

Private Kontakte und gegenseitiges Unterstützen der Eltern z.B. durch Fahrgemeinschaften oder Kinderbetreuung bei zeitlicher Inanspruchnahme sind ebenfalls eine wichtige Grundlage für solidarische, freundschaftliche und integrative Zusammenarbeit - zugleich ein wichtiges Vorbild für unsere Kinder.

Und besonders die Arbeit mit behinderten Kindern ist nur leistbar, wenn wir alle - Eltern und Erzieher - bereit sind, sie mitzutragen.